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Podiumsdiskussion
anlässlich des 100. Geburtstags des französischen Philosophen Vortragssaal
Deutsche Bibliothek, Adickesallee 1, Frankfurt/Main
Philosoph,
Stückeschreiber, Romancier, Essayist - Sartre war der Intellektuelle, der
engagierte Schriftsteller schlechthin. Die Dimension des Werkes, die Authentizität
des Menschen, der sich stets für mehr Gerechtigkeit einsetzte, Ehren und
Geld abwies, flößt Respekt ein. Deleuze nannte ihn 'Mein Lehrer', von
Foucault trennte ihn viel weniger, als oft behauptet wurde. Für drei aufeinander
folgende Generationen war er das Symbol einer sich realisierenden Freiheit des
Aufbegehrens gegen etablierte Ordnung und kleinbürgerliche Beschränktheit.
|  |  |  | | Dr.
Hans-Bernhard Nordhoff, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt eröffnete
die Veranstaltung | Bruno Peyrefitte,
Directeur de l'Institut Français begrüßte die Gäste |  |  | |
Prof. Michel Contat CNRS-Ecole Normale Supérieure, Paris; Mitherausgeber
der Sartre 'Pléïade' Ausgabe bei Gallimard | Moderation:
- Dr. Vincent von Wroblewsky Vorsitzender der Sartre Gesellschaft in
Deutschland
(Berlin); Herausgeber und Übersetzer von Sartre |
Wie
kaum ein anderer hat Sartre das zwanzigste Jahrhundert in Frankreich - und nicht
nur dort - geprägt. Was bedeutet er für uns heute in einer individualistisch
und materialistisch geprägten Welt? Inwieweit sprechen uns seine Moral der
Verantwortlichkeit, seine Haltung der Solidarität für die Schwachen
und Ausgegrenzten heute noch an?
Darüber diskutierten aus Anlass
des 100. Geburtstags von Jean Paul Sartre:
| Das
schloss politische Entscheidungen und Urteile nicht aus, die rückblickend
viele als Irrtümer betrachten. Eine Zeit lang - zwischen 1952 und 1956 -
war er partieller Weggefährte der Kommunisten, um 1968 stand er der extremen
Linken, vor allem den Maoisten, nahe. "Lieber mit Sartre irren als mit Camus
oder Aron Recht haben" wurde gesagt, das heißt: Lieber Risiken eingehen,
Farbe bekennen und sich den Herausforderungen der Zeit stellen, als ein geschlossenes,
über die Ereignisse erhabenes Werk schaffen. |  |  | Philippe
Gavi Journalist, 'Nouvel Observateur' Paris; Autor; mit Sartre und
Serge July Mibegründer der Zeitung 'Libération' | Prof.
Axel Honneth Institut für Philosophie der Universität Frankfurt;
Direktor des Instituts für Sozialforschung; Autor |  |  | Eine
Veranstaltung des Institut Français Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem
Institut für Sozialforschung der Universität Kontakt: Dr. Sandra
Beaufays, Institut für Sozialforschung; Senckenberganlage 26, 60325 Frankfurt;
Tel.: 069/756183-16, E-Mail: beaufays@em.uni-frankfurt.de
und: www.ifs.uni-frankfurt.de | Dr.
Andreas Niederberger Wissenschaftlicher Assistent, Institut für Philosophie
der Universität Frankfurt | |
Andrea De Giuli, Institut Français Frankfurt, Tel:
069/ 79 40 61 9; andrea.degiuli@if-frankfurt.de |  |  | | Fotos:
© Heiner Wittmann | |
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