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Le Centenaire de la naissance de Sartre en  2005        Veranstaltungen, Kolloquien

Freitag, 29. April 2005, 19.30 Uhr          Seite 1     Seite 2
Podiumsdiskussion anlässlich des 100. Geburtstags des französischen Philosophen
Vortragssaal Deutsche Bibliothek,
Adickesallee 1, Frankfurt/Main


Philosoph, Stückeschreiber, Romancier, Essayist - Sartre war der Intellektuelle, der engagierte Schriftsteller schlechthin. Die Dimension des Werkes, die Authentizität des Menschen, der sich stets für mehr Gerechtigkeit einsetzte, Ehren und Geld abwies, flößt Respekt ein. Deleuze nannte ihn 'Mein Lehrer', von Foucault trennte ihn viel weniger, als oft behauptet wurde. Für drei aufeinander folgende Generationen war er das Symbol einer sich realisierenden Freiheit des Aufbegehrens gegen etablierte Ordnung und kleinbürgerliche Beschränktheit.
Dr. Hans-Bernhard Nordhoff, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt eröffnete die VeranstaltungBruno Peyrefitte, Directeur de l'Institut Français
begrüßte die Gäste
Prof. Michel Contat  CNRS-Ecole Normale Supérieure, Paris; Mitherausgeber der Sartre 'Pléïade' Ausgabe bei GallimardModeration: - Dr. Vincent von Wroblewsky
Vorsitzender der Sartre Gesellschaft in Deutschland
(Berlin); Herausgeber und Übersetzer von Sartre
Wie kaum ein anderer hat Sartre das zwanzigste Jahrhundert in Frankreich - und nicht nur dort - geprägt. Was bedeutet er für uns heute in einer individualistisch und materialistisch geprägten Welt? Inwieweit sprechen uns seine Moral der Verantwortlichkeit, seine Haltung der Solidarität für die Schwachen und Ausgegrenzten heute noch an?

Darüber diskutierten aus Anlass des 100. Geburtstags von Jean Paul Sartre:

Das schloss politische Entscheidungen und Urteile nicht aus, die rückblickend viele als Irrtümer betrachten. Eine Zeit lang - zwischen 1952 und 1956 - war er partieller Weggefährte der Kommunisten, um 1968 stand er der extremen Linken, vor allem den Maoisten, nahe. "Lieber mit Sartre irren als mit Camus oder Aron Recht haben" wurde gesagt, das heißt: Lieber Risiken eingehen, Farbe bekennen und sich den Herausforderungen der Zeit stellen, als ein geschlossenes, über die Ereignisse erhabenes Werk schaffen.
Philippe Gavi
Journalist, 'Nouvel Observateur' Paris; Autor; mit
Sartre und Serge July Mibegründer der Zeitung
'Libération'
Prof. Axel Honneth
Institut für Philosophie der Universität Frankfurt;
Direktor des Instituts für Sozialforschung; Autor

Eine Veranstaltung des Institut Français Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialforschung der Universität
Kontakt: Dr. Sandra Beaufays, Institut für Sozialforschung; Senckenberganlage 26, 60325 Frankfurt; Tel.: 069/756183-16, E-Mail: beaufays@em.uni-frankfurt.de und:
www.ifs.uni-frankfurt.de

Dr. Andreas Niederberger
Wissenschaftlicher Assistent, Institut für
Philosophie der Universität Frankfurt

Andrea De Giuli, Institut Français Frankfurt,
Tel: 069/ 79 40 61 9; andrea.degiuli@if-frankfurt.de

Fotos: © Heiner Wittmann
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30. April 2005