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Textauszug: GeschlosseneGesellschaft
Die
Wörter
Das Sein und das Nichts
Geschlossene
Gesellschaft
GARCIN: Ich bin zu früh gestorben. Man hat mir nicht
die Zeit gelassen, meine Taten auszuführen.
INES: Man stirbt immer zu früh - oder zu spät. Und nun liegt das
Leben da, abgeschlossen; der Strich ist gezogen, fehlt nur noch
die Summe. Du bist nichts andres als dein Leben.
GARCIN: Schlange! Du hast für alles eine Antwort.
INES: Komm! Komm! Verlier nicht den Mut. Es sollte dir leicht fallen,
mich zu überzeugen. Such nach Argumenten, streng dich an! Garcin
zuckt die Achseln. Na? Na? Ich hatte dir gesagt, daß du verletzbar
bist. Oh! Wie du jetzt büßen wirst. Du bist ein Feigling, Garcin,
ein Feigling, weil ich es so will. Ich will es so, hörst du, ich
will es! Und trotzdem, sieh doch, wie schwach ich bin, ein Hauch;
ich bin nichts als der Blick, der dich sieht, als dieses farblose
Denken, das dich denkt. Er geht mit offenen Händen auf sie zu.
Ha! Sie öffnen sich, diese großen Männerhände. Aber was erhoffst
du denn? Gedanken lassen sich mit Händen nicht fangen. Komm, du
hast keine Wahl: Du mußt mich überzeugen. Ich halte dich gefangen.
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