Zum Tod von Eva zum Winkel

Seit vielen Jahren, ja Jahrzehnten verbinden deutschsprachige Leser von Jean-Paul Sartre dessen Werk mit dem Namen von Eva Groepler. Sie trug wesentlich dazu bei, Sartre und viele andere französische Autoren in Deutschland bekannt zu machen. Die Sartre Gesellschaft in Deutschland und ihr Vorstand sind über die Nachricht ihres Todes besonders erschüttert.

Le théâtre Keops: Huis clos de Jean-Paul Sartre

compagnie-keops

HUIS CLOS : Trois personnages se retrouvent à leur mort dans une même pièce, en enfer : Garcin journaliste, Inès employée des Postes et Estelle riche mondaine. Débute alors un procès à huis clos où chacun des trois personnages juge et est jugé sur les actes de son existence.
Mise en scène Christian CANOT

Avec :
Nathanaël BEZ Le Garçon
Denis MATHIEU Garcin
Corinne RICHARD Estelle
Monique VERITE Inès
Construction des décors Alain VANTELON
Tarifs : 15, 12 euros

Contact : Monique VERITE > avmvmh@aol.com
Site Web : www.keopstheatre.fr

Les Vendredis 22, 29 Janvier et 5, 12, 19, 26 février 2016 à 21h
Les Dimanches 24, 31 janvier et 7, 14, 21, 28 février 2016 à 17h30
Réservation : 01 48 03 49 92
Théâtre du Gouvernail 5, passage de Thionville,
75019 Paris Métro : Ourcq ou Laumière

Rezension: Hans-Martin Schönherr-Mann: Gewalt, Macht, individueller Widerstand. Staatsverständnisse im Existentialismus

Hans-Martin Schönherr-Mann: Gewalt, Macht, individueller Widerstand.
Staatsverständnisse im Existentialismus. Nomos: Baden-Baden 2015.

Es ist sehr lesenswert, Hans-Martin Schönherr-Manns Buch mit dem Titel Gewalt, Macht, individueller
Widerstand. Erschienen ist es im Nomos-Verlag in der von Rüdiger Voigt herausgegebenen Reihe
Staatsverständnisse. Dem Untertitel des Buches entsprechend setzt sich Schönherr-Mann in diesem
Werk mit den Staatsverständnissen des Existentialismus auseinander. Schönherr-Mann ist Professor
für Politische Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und kann in seiner Literaturliste nicht nur Veröffentlichungen zu verschiedenen Themen der politischen Philosophie vorweisen,
sondern auch solche über Sartre, Camus, Beauvoir, Arendt und Nietzsche.
Im Zentrum des Buches stehen die politischen Philosophien der französischen Existentialisten, d.h.
Jean-Paul Sartres, Albert Camus’, Maurice Merleau-Pontys und Simone de Beauvoirs. Wie schon die
Subsumption von Camus und Merleau-Ponty unter den Begriff des Existentialismus nahelegt, definiert
Schönherr-Mann den Begriff „Existentialismus“ eher im weiten angelsächsischen Sinne, im Sinne von
Existenzphilosophie. Grundlegend ist seine Differenzierung zwischen emanzipatorischem Existentialismus und dem religiös-metaphysischen Existentialismus, zu dessen Vertretern er Gabriel Marcel und
Karl Jaspers zählt. Mit dem neuen Terminus „emanzipatorischer Existentialismus“, dem er Sartre,
Camus, Merleau-Ponty und Beauvoir zuordnet, ist Schönherr-Mann die Prägung eines Begriffs gelungen, der durchaus Chancen besitzt, sich durchzusetzen. … > Bitte weiterlesen *.Pdf

Alfred Betschart

Dowoad: > Schönherr-Mann – Gewalt, Macht, individueller Widerstand *.Pdf

Colloque du Group d’études sartriennes 2016 en Sorbonne

Vous trouverez ci-joint l’argumentaire de l’appel à communications du Groupe d’Etudes Sartriennes pour le colloque de l’année 2016, qui se tiendra à la Sorbonne (Paris), les 24 et 25 juin 2016.

Sur le plan thématique, toute latitude est laissée cette année aux proposants.

Les propositions de communication sont à faire parvenir à l’un des secrétaires du GES pour le 10 février 2016. Prière d’utiliser l’adresse électronique personnelle des secrétaires et non celle-ci.

Nous vous rappelons que l’organisation du Colloque annuel et la publication du bulletin bibliographique *L’année sartrienne* (édité par G. Cormann, ULg) ne bénéficie d’aucun subside et repose entièrement sur les cotisations des membres de l’association. Le Colloque sera donc l’occasion de renouveler votre cotisation, mais il est également possible de procéder par virement bancaire sur le compte du GES (s’adresser à Fl. Caeymaex). Nous vous remercions d’avance pour votre soutien.

Download: > AppelColloqueGES2016.pdf

Florence Caeymaex (philosophie) : Fl. Caeymaex
Alexis Chabot (littérature) : alexis.chabot@orange.fr
Secrétaires du GES

23 et 24 novembre 2015. Colloque international à Rome

Nous avons le plaisir de vous annoncer la tenue très prochaine du colloque international organisé par Gabriella Farina (U. Rome 3) :

Che cos’è un soggetto ? L’universale singolare tra Sartre e Marx

qui se tiendra, en présence de l’éditeur, à l’occasion de la publication, en italien, de Jean-Paul Sartre. Marxismo è soggetività. La conferenza di Roma 1961 (Christiano Marinotti, coll. „Sartriana“, 2015).

Les journées auront lieu à Rome les 23 et 24 novembre 2015 au Centro Studi Italo-Francese et à l’Université de Rome 3.

Vous êtes cordialement invités !

Pour tout renseignement, merci de vous adresser à > raoul.kirchmayr@gmail.com ou à gabriella.farina@uniroma3.it.

Über LÜGEN im Zeitalter des Krieges

Am 9./10. Oktober 2015 fand im Institut für Philosophie der Humboldt-Universität (10099 Berlin, Unter den Linden 6) ein Kolloquium der Sartre-Gesellschaft in Deutschland statt: „Über LÜGEN im Zeitalter des Krieges.“

Programm zum Download: > Kolloquium Über Lügen im Zeitalter des Krieges *.pdf

Wir veröffentlichen hier vier der Beiträge auf diesem Kolloquium:

> Betschart – Wahrheit, Unaufrichtigkeit und Lüge bei Sartre *.pdf

> Dietzsch – Die Konstruktivität der Lüge *.pdf

> Schödlbauer- Lügen als eine Signatur der Moderne *.pdf

> von Wroblewsky – Lüge als Alltag, Weltordnung und Widerstand *.pdf

Über LÜGEN im Zeitalter des Krieges
Kolloquium der Sartre-Gesellschaft in Deutschland

> Veröffentlichungen der Beiträge der Veranstaltung Über LÜGEN im Zeitalter des Krieges


Am 9./10. Oktober 2015 im Institut für Philosophie der Humboldt-Universität
10099 Berlin, Unter den Linden 6

Programm zum Download: > Kolloquium Über Lügen im Zeitalter des Krieges *.pdf

DAS XX. JAHRHUNDERT ist das Jahrhundert der LÜGE. Kenntlich war dies von allem Anfang an durch die neuartige Uniformierung und totalisierende Inanspruchnahme der geistigen Welt in zweierlei Hinsicht:

Sowohl seit der ‘Urkatastrophe’ zu Beginn des Saeculums, dem Großen Krieg von 1914, einem Versuch der politischen Neuordnung der Welt, als auch durch die nachfolgende tragische Verkehrsform des Jahrhunderts, dem Weltbürgerkrieg, der 1917 begann und der 1989 zu Ende ging.

Solche exemplarischen Situationen reziproker existentieller Bedrohung waren Anlässe verschiedener Täuschungsstrategien in politischen, kulturellen, militärischen und mentalen Kontexten. Dadurch wurden auch die unterschiedlichsten philosophischen Zurüstungen zum Phänomen der Lüge motiviert.

So sind uns aus dieser Zeit der weltenstürzenden Krise gerade von drei namhaften französischen Philosophen bemerkenswerte Überlegungen zur Lüge überliefert, die seither nachhaltig unser Verständnis von deren Struktur und Wirkung geprägt haben. Diese drei Arbeiten sind Anfang der vierziger Jahre entstanden. Da ist zunächst Jean-Paul Sartres Das Sein und das Nichts (1943) mit einer neuartigen Bestimmung dessen, was man das Sich-selbst-Belügen, die Selbstlüge nannte. Sartre trennt dieses ab vom klassischen Begriff der Lüge. Er nennt dies fortan mauvaise foi (Unaufrichtigkeit). Die Lüge – als Transzendenzverhalten, wie Sartre sagt – „wäre also ein zynisches Bewußtsein, das an sich die Wahrheit behauptet, sie in seinen Worten verneint und für sich selbst diese Negation verneint. Diese zweifache negative Haltung betrifft Transzendentes: die behauptete Tatsache ist transzendent, da sie nicht existiert, und die erste Negation betrifft eine Wahrheit, das heißt einen besonderen Typus von Transzendenz.“(1) Die Unaufrichtigkeit dagegen hat nur „scheinbar die Struktur der Lüge“, denn: „Es gibt hier keine Dualität von Täuscher und Getäuschtem.“(2)

Im selben Jahr 1943 hat Alexandre Koyré im amerikanischen Exil seine Reflections on Lies(3) vorgestellt. Hier wird das Problem der politischen Lüge aufgegriffen. Dieser Text war dann der Ideenspender für Hannah Arendts Untersuchungen über Wahrheit und Lüge in der Politik vom Anfang der siebziger Jahre.

Am wenigsten bekannt ist der dritte französische Beitrag zur philosophischen Lügentheorie jener Zeit, nämlich Vladimir Jankélévitchs Du Mensonge [Èd. Confluences, Paris 1942]. Seit Anfang 1944 dachte Jankélévitch an eine Neuauflage: „Je prépare une 2e édition du Mensonge augmentée … pour un No spécial que je prépare, sur Debussy, une Revue d’art qui sort de temps en temps un beau cahier d’image. Ces occupations m’empêchent de trop penser aux lendemains inquiétants.“ (Vladimir Jankélévitch an einen Freund, v. 9. Feb. 1944, in: Magazine littéraire, Nr. 333, v. Juni 1995, S. 32).

1 Jean-Paul Sartre: Das Sein und das Nichts, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1991, S. 121.
2 Ibid., S. 122.
3 Deutscher Erstdruck u. d. T.: Betrachtungen über die Lüge, in: Freibeuter [Berlin], Nr. 72, 1997, S. 3–19.

Programm

Nach allen Vorträgen sind etwa 20 Minuten Diskussion vorgesehen.
Freitag, 9.10.2015
18 Uhr Eröffnungsvortrag
Vladimiro Giacché (Präsident des Centro Europa Ricerche, Rom): Phänomenologie der Lüge
im Zeitalter der Medien.

Sonnabend, 10.9.2015
10 Uhr Begrüßung und Einführung
Vincent von Wroblewsky (Berlin, Präsident der Sartre Gesellschaft): Lüge als Alltag, Weltordnung und Widerstand.
11 Uhr
Steffen Dietzsch (Kondylis-Institut für Kulturanalyse, Berlin): Über die Konstruktivität der Lüge
12 bis 14 Uhr Mittagspause
14 Uhr
René-Marc Pille (Universität Paris VIII): Lüge in Paul Valérys dramatischen Skizzen Mon Faust.
15 Uhr
Udo Tietz (Sozialwissenschaftliches Institut, Uni Stuttgart),: „Dummheit & Lüge“
16 Uhr
Alfred Betschart (Chur/Schweiz, Mitglied des Vorstandes der Sartre Gesellschaft): Wahrheit, Unaufrichtigkeit und Lüge bei J.-P. Sartre – Vom Entwurf zum Mittel der Politik
17 Uhr
Ulrich Schödlbauer (Kondylis-Institut für Kulturanalyse, Berlin): Lügen als eine Signatur der Moderne

Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte melden Sie sich bei einer der folgenden Personen an:

– Dr. Vincent von Wroblewsky, Präsident der Sartre-Gesellschaft > egoberlin@gmx.de

– Dr. Manuela Hackel, Vizepräsidentin der Sartre-Gesellschaft > manuela@hackel.name

Petition Veröffentlichung der Sartre-Verfilmung „Roads to Freedom“

Sartres Romanserie Die Wege der Freiheit ist in den 1970er Jahren von der BBC als 13-teilige Serie unter dem Titel The Roads to Freedom verfilmt worden und seitdem unter Verschluss. Nur zu wenigen Gelegenheiten bestand bislang die Möglichkeit, die Filme zu sehen – zuletzt am 12./13. Mai 2012 bei ausverkauftem Haus.

Peter D. Cox hat aus diesem Anlass eine Petition an die BBC verfasst, welche in der Übersetzung folgenden Wortlaut enthält:

„Wir bitten die BBC, jetzt, da eine Vorführversion existiert, so schnell wie möglich auf einem ihrer Kanäle die Verfilmung von Jean-Paul Sartres Wegen der Freiheit [Chemins de la liberté] zu zeigen und ihre weltweite Verbreitung zu realisieren.“

Als Sartre-Gesellschaft unterstützen wir diese Petition ausdrücklich und bitten Sie, die diese Petition lesen, sie ebenfalls zu unterzeichnen.

Folgender Link führt Sie zur Petition: Petition Roads to Freedom

Ansprechpartner:

– Sebastian Drewes: drewesse@students.uni-mainz.de

– Dr. Manuela Hackel, Vizepräsidentin der Sartre-Gesellschaft: manuela@hackel.name

Sartre-Vortragsreihe an der Uni Potsdam, Juni 2015

In Kooperation mit der Sartre-Gesellschaft e.V. lädt der Fachschaftsrat Philosophie der Universität Potsdam zu einer Vortragsreihe im Juni 2015 ein. In vier verschiedenen Sitzungen soll der Aktualität des Denkens Jean-Paul Sartres nachgegangen werden. Der Beginn der Veranstaltungen ist jeweils 18 Uhr c.t.

Leitung: Martin Wende

Programm und weitere Informationen

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