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Rezension: Hans-Martin Schönherr-Mann: Gewalt, Macht, individueller Widerstand. Staatsverständnisse im Existentialismus

Hans-Martin Schönherr-Mann: Gewalt, Macht, individueller Widerstand.
Staatsverständnisse im Existentialismus. Nomos: Baden-Baden 2015.

Es ist sehr lesenswert, Hans-Martin Schönherr-Manns Buch mit dem Titel Gewalt, Macht, individueller
Widerstand. Erschienen ist es im Nomos-Verlag in der von Rüdiger Voigt herausgegebenen Reihe
Staatsverständnisse. Dem Untertitel des Buches entsprechend setzt sich Schönherr-Mann in diesem
Werk mit den Staatsverständnissen des Existentialismus auseinander. Schönherr-Mann ist Professor
für Politische Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und kann in seiner Literaturliste nicht nur Veröffentlichungen zu verschiedenen Themen der politischen Philosophie vorweisen,
sondern auch solche über Sartre, Camus, Beauvoir, Arendt und Nietzsche.
Im Zentrum des Buches stehen die politischen Philosophien der französischen Existentialisten, d.h.
Jean-Paul Sartres, Albert Camus’, Maurice Merleau-Pontys und Simone de Beauvoirs. Wie schon die
Subsumption von Camus und Merleau-Ponty unter den Begriff des Existentialismus nahelegt, definiert
Schönherr-Mann den Begriff „Existentialismus“ eher im weiten angelsächsischen Sinne, im Sinne von
Existenzphilosophie. Grundlegend ist seine Differenzierung zwischen emanzipatorischem Existentialismus und dem religiös-metaphysischen Existentialismus, zu dessen Vertretern er Gabriel Marcel und
Karl Jaspers zählt. Mit dem neuen Terminus „emanzipatorischer Existentialismus“, dem er Sartre,
Camus, Merleau-Ponty und Beauvoir zuordnet, ist Schönherr-Mann die Prägung eines Begriffs gelungen, der durchaus Chancen besitzt, sich durchzusetzen. … > Bitte weiterlesen *.Pdf

Alfred Betschart

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