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Jean-Paul Sartre - 21. Juni 1905 - 15. April 1980
Jean-Paul Sartre wird 1905 in Paris geboren. Nach
dem frühen Tod des Vaters lebt er gemeinsam mit seiner Mutter
bei den Großeltern in La Rochelle. Er studiert Philosophie
an der "École Normale Supérieure" von 1924
- 1929. In der Studienzeit beginnt die lebenslange Beziehung zu
Simone de Beauvoir. Nach anderthalbjährigem
Militärdienst unterrichtete er an unterschiedlichen Gymnasien
das Fach Philosophie.
Bei einem Stipendiatenaufenthalt in Berlin (1933/34)
lernt Sartre die zeitgenössische deutsche Philosophie, insbesondere
E. Husserl und M. Heidegger
kennen. Neben dem Lehrerberuf veröffentlicht Sartre ab 1936
Bücher und Zeitschriftenaufsätze, vor allem Literaturkritiken.
Während der Besatzungszeit engagiert er sich
mit seinen Möglichkeiten als Intellektueller und Autor in der
Résistance. Sartre schreibt Kriegstagebücher
und arbeitet an seinem ersten philosophischen Hauptwerk Das
Sein und das Nichts. Er wird Mitherausgeber der Zeitschrift
Les Temps Modernes, deren erste
Nummer im Oktober 1944 erscheint.
1945 gibt Sartre den Lehrerberuf auf und lebt fortan
als freier Autor in Paris. Schnell avanciert der Schriftsteller
zum bedeutenden Vertreter der französischen Nachkriegsliteratur.
Er ist befreundet u.a. mit Albert Camus und Maurice Merleau-Ponty.
Der Philosoph Sartre wird als Existentialist bekannt mit Gedanken
wie: "Es gibt keinen Gott"und "Der Mensch ist nichts
als das, was er macht". 1973 gründet Sartre die
linke Tageszeitung Libération.
Sartre schreibt Romane (Die Wege
der Freiheit und Die Wörter)
und Erzählungen, macht sich zudem als erfolgreicher Dramatiker
einen Namen (u.a.Die Fliegen,
Die schmutzigen Hände, Geschlossene
Gesellschaft, Der Teufel und der liebe
Gott).
1964 erhält er den Nobelpreis für Literatur,
den er allerdings nicht annimmt. Er stirbt 1980 in seiner Heimatstadt
Paris. Der Zug zu seinem Begräbnis ist ein Ereignis, wie es
die Stadt seit dem Tod von Victor Hugo nicht erlebt hat.
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