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Das Imaginäre oder Der provozierte Traum
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Jean-Paul Sartre und die Musik
Von Peter Knopp
"Die Musik hat mir immer viel bedeutet, als Zerstreuung ebenso
wie als wichtiger Bestandteil der Kultur. Ich kann sagen, ich habe
eine gute musikalische Bildung, von der Barockmusik bis zur atonalen
Musik". Was Jean-Paul Sartre in seinem "Selbstporträt
mit siebzig Jahren" resümierend bemerkt, ist in der Öffentlichkeit
wenig bekannt geworden. Allenfalls die musikalische Grundgestimmtheit,
die musikdramatische Gespanntheit seiner literarischen Arbeiten
und philosophischen Diskurse, auf die der Autor gelegentlich selbst
hinweist, wie auch einige Passagen seines Romans "Der Ekel"
lassen etwas von der innigen Beziehung Sartres zur Musik erkennen.
Praktisch fundiert ist sie durch seine frühe Ausbildung am
Klavier, durch das Musizieren im familiären Kreis, zu dem kein
Geringerer als der Arzt, Organist und Musikgelehrte Albert Schweizer
- Sartres Großonkel - gehörte. Aber auch als geistiges
Phänomen, als Gegenstand metaphysischer Reflexion bekommt die
Musik für Sartre bald zentralen Rang. Mit der Musik, so eine
seiner Thesen, konstituiere sich ein Imaginäres, ganz außerhalb
der Existenz. Die ästhetische Betrachtung sei "provozierter
Traum". Nach dem Hören nehme unser Bewusstsein wieder
unvermittelt Kontakt zur Existenz auf. So verschlungen die Wege
dieser Gedanken - plausibel werden sie, sobald sie sich mit konkreten
Befunden über Werke und Komponisten verbinden. Vor allem aber
bieten sie Hörperspektiven zur Klassik wie zur Moderne, die
gleichermaßen eigenwillig, überraschend und anregend
sind.
Deutschlandradio Kultur
20. und 21. Juni 2005, von 20.03 bis 22.00 Uhr
Essay/Konzert
Der
Blick in die Presse: Aktuelle
Links zum Centenaire
de Sartre
Weitere Sendungen im Radio:
Geschlossene Gesellschaft
18.06.2005 | Deutschlandfunk
In Jean-Paul Sartres Stück wird eine moderne Vision der Hölle
in Gestalt eines Salons des "Second-Empire" gezeigt, in
dem der Feigling Garcin, die Lügnerin Estelle und die Lesbierin
Ines..."
www.dradio.de/dlf/sendungen/hoerspiel/377149/
Es geht nicht darum, sich kennenzulernen, sondern sein Leben zu
ändern
14.06.2005 | Deutschlandfunk
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg betrat der Schriftsteller und Philosoph
Jean-Paul Sartre die öffentliche Bühne. Ohne Rücksicht
auf die Zeremonien des Geistes verwandelte er das Wort und das Denken
in ...
www.dradio.de/dlf/sendungen/hoerspiel/377142/
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