Die Ästhetik des Todes und der Freundschaft im (auto)biografischen Projekt Sartres – L’esthétique de la mort et de l’amitié dans le projet (auto)biographique sartrien

Vortrag und Gespräch mit Deise QUINTILIANO, Professorin an der
Staatsuniversität von Rio de Janeiro, auf französisch mit Übersetzung
Am 15. September 2013, um 15 Uhr, in der PsyBi in der Hardenbergstrasse Nr.
9 (Nähe Ernst-Reuter-Platz)

Eine gemeinsame Veranstaltung der Freud-Lacan und der Sartre-Gesellschaft

Deise Quintiliano untersucht in ihrem Vortrag die Rolle des Todes und den Diskurs der Trauer in der Erinnerung an Freunde in verschiedenen (auto)biografischen Texten Jean-Paul Sartres sowie die Bedeutung der „Rhetorik des Nachrufs“. Dabei stellt sie verschiedene Aspekte der Freundschaft, der asymmetrischen Beziehung zwischen Subjekt und Objekt des Gedenkens, der Erinnerung, des Todes und der Kontingenz in Sartres Philosophie heraus, die auch in psychoanalytischer Hinsicht relevant sind.

Carnets Sartre III: Reisende ohne Fahrschein

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Knopp, Peter / von Wroblewsky, Vincent (Hrsg.) Carnets Jean Paul Sartre, Reisende ohne Fahrschein
Reihe: Jahrbücher der Sartre-Gesellschaft e.V. – Band 3
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2012. 238 S. – ISBN 978-3-631-63872-9 br.
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Reisende ohne Fahrschein, das heißt ohne Rechtfertigung, ohne Legitimierung. Das ist auch eine Metapher, die Sartres Denken und Leben über eine weite Strecke seiner Existenz begleitete, eine vielsinnige, mehrere Interpretationen erlaubende Metapher, wie dieses Heft zeigt. Es zeigt dies auch in den Aufsätzen, die sich weniger mit den Reisen als mit dem Reisenden und seiner Art, die Welt zu sehen, beschäftigen.

Table des matières :

Marie Minot: Der Reisende ohne Fahrkarte

Alfred Betschart: Sartre und die Sowjetunion – ein Beispiel für Ethik in Situation

Peter Knopp: Erkennende Intuition. Anmerkungen zu einem Werk-Aspekt Sartres

Jens Bonnemann: Zweifel am Gegensatz. Ein Beitrag zum Verhältnis von Sartre und Merleau-Ponty –

Vincent von Wroblewsky: Was wird aus der Freiheit auf Sartres Wegen?

Vincent von Wroblewsky: On n’est point sot tout seul

Sebastian Seidler: Der Blick und das Monströse. Ein Versuch zu Sartre und David Lynchs The Elephant Man –

Sophie Astier-Vezon : L’émotion esthétique picturale : bonheur ou nausée ? –

Rainer E. Zimmermann: Saint Genet and the Dialectics of Identity and Difference

Heiner Wittmann : Appeler un chat un chat. Sartre et les lettres

Cédric Duchêne-Lacroix : Sartre, la clef des champs

Andrea Maier: Das Spiel ist aus.

Carnets Sartre (II): Eine Moral in Situation

sartre-carnets-2-moral-situation > Übersicht

Knopp, Peter / Wroblewsky, Vincent von (Hrsg.)
Carnets Jean-Paul Sartre, Band 2 > Bestellen
Eine Moral in Situation
Frankfurt/M.: Verlag Peter Lang 2008
ISBN 978-3-631-56902-3 br.

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Jean-Paul Sartre hat seine Bemühungen um eine Moralphilosophie nie aufgegeben. Davon zeugen die seit 2005 nun auch im Deutschen vorliegenden Entwürfe für eine Moralphilosophie aus dem Jahre 1948 sowie spätere explizite Versuche. Doch auch sein philosophisches, literarisches und kunstkritisches Werk ist von ethischen Fragen durchzogen. Die Autoren der Artikel und ausführlichen Rezensionen nähern sich der Sartreschen Moral in Situation von verschiedensten Seiten. Dabei werden Themen wie Unaufrichtigkeit, Lüge, Rollenspiel, bürgerliche Heuchelei in ihren differenzierten historischen und sozialen Ausprägungen, Gewalt, aber auch Brüderlichkeit und Solidarität, Freiheit und Verantwortung sowie die Funktion und das Selbstverständnis der Intellektuellen erörtert. Sartre wird in Beziehung zu Dietrich Bonhoeffer, Sören Kierkegaard und zu den Romantikern gebracht – der Blick reicht von Rußland bis Japan.
Inhalt

Aus dem Inhalt:

Manuela Hackel: Unaufrichtigkeit bei Sartre
Alfred Dandyk: Ist Unaufrichtigkeit zynisch?
Vincent von Wroblewsky: Unaufrichtigkeit. Ein Lexikonartikel
Jean-Paul Colin: Sartre et les salauds
Vincent von Wroblewsky : L’homme solitaire, les chefs, la putain et la morale –
Thomas Bedorf: Brüderlichkeit, Solidarität und die Unausweichlichkeit der Gewalt –
Klaus Harms: Freiheit und Verantwortung im Rahmen der Religionskritik bei Jean-Paul Sartre und Dietrich Bonhoeffer
Thomas Gil: J.-P. Sartres Phänomenologie praktischer Widersprüche –
Simone Müller: Jean-Paul Sartres Konzeption von Freiheit und moralischer Verantwortung in der japanischen Nachkriegsliteratur –
Heiner Wittmann: Kunst und Moral –
Natalia Dmitrieva: Die Motive der Mauer und der moralischen Freiheit in den Werken der Romantiker und in der Prosa von Jean-Paul Sartre Ende der dreißiger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts –
Christian H. Sötemann: Elemente der Ontik in Sartres Das Sein und das Nichts –
Peter Knopp: Eine Existenzphilosophin in der DDR. Über Liselotte Richter –
Rainer E. Zimmermann: Sartre steht im Raum –
Vincent von Wroblewsky: Einige Gedanken zur Übersetzung –
Jan Oppermann: Erfüllung in der Selbstaufhebung – Jean-Paul Sartres Konzept des Intellektuellen.

Carnets Jean-Paul Sartre (I): Der Lauf des Bösen

jahrbuch-1-lauf-boesenCarnets Jean-Paul Sartre > Carnets Jean-Paul Sartre Übersicht
Der Lauf des Bösen
Herausgegeben von Peter Knopp und Vincent von Wroblewsky
Peter Lang Verlag Frankfurt/M. 2006. ISBN 3-631-55050-2 – EUR 29.80

Die Sartre Gesellschaft nahm das Erscheinen von Sartres Drama Der Teufel und der liebe Gott vor gut fünfzig Jahren zum Anlass, das aus der religiösen Tradition ins Politische verschobene Kategorienpaar gut-böse in seinen aktuellen moralischen und ethischen Dimensionen zu befragen.

Von der Breite und Vielfalt dieses Themas zeugen die hier veröffentlichten Tagungsbeiträge. Aufsätze und Rezensionen erweitern die Erkundungen um philosophische, literarische und ideengeschichtliche Bezüge, die unter Beweis stellen, dass das Sartresche Werk ein unversiegbarer Quell geistiger Anregungen auch für unsere Zeit geblieben ist.

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Editorial

I. Aufsätze

Friedrich Tomberg
Wieso böse? Zur Problematik der Verschiebung eines Begriffs
der religiösen Tradition in die Politik

Andreas Nachama
Menschen sind keine Engel.
Entscheidungsfreiheit zwischen Gut und Böse

Gerburg Treusch-Dieter
Die Frauen, die Macht und das Böse

Susan Neiman
Kommt es auf die Absichten an?

Peter Knopp
Sartre und Kierkegaard: eine zeitverschobene Parallelaktion?

Joseph Jurt
Die Konzeption der Literatur nach Sartre und Bourdieu

Ulrich Müller-Schöll
Sartres antihumanistischer Humanismus

Bernhard Hunger
Le passé, j’essaie en vain de le rejoindre
Sartres Kritik am Historismus in La Nausée

Rainer E. Zimmermann
Sartres Das Sein und das Nichts als moderne Poetik
Zur Neubegründung eines Begriffs

Isabelle Grell
L’invention de deux femmes des Chemins de la liberté

Vincent von Wroblewsky
Zu Lebens- und Weltentwürfen bei Sartre und Houellebecq

II. Dokumente

Begegnungen mit Sartre und seinem Werk
Erinnerungen an Lektüren, Aufführungen, Diskussionen

Gesine Bey, Meine erste Sartre-Lektüre
Céline Enders, Ma première rencontre avec Sartre
Wolfgang Weber, Meine Begegnung mit Sartre und seinem Werk
Vincent von Wroblewsky, Wiederkehrende Kindheit
Peter Knopp, Der Schrecken
Ulrich Müller-Schöll, Existenz, Urteil, Liebe

III. Berichte über Bücher und Veranstaltungen

A. Rezensionen 227

Heinz Eppenich, Jean- Paul Sartre und die Geschichte von
CAP ANAMUR. (R. Neudeck: Die Menschenretter von Cap Anamur,
München 2002) 227

Heinz Eppenich, Zu Günther Sterns Einfluss auf die Entstehung
von Sartres Existentialismus und zur Aktualität des Denkens
von Günther Anders
(Konrad Paul Liessmann, Günther Anders – Philosophieren im
Zeitalter der technologischen Revolutionen, München 2002)

Heinz Eppenich, Notizen aus dem Nachlass eines buddhistischen
Mönchs (Nyanamoli, Gedankenboote, Stammbach 2003)

Heinz Eppenich, Gewalt und Subjekt der Befreiung bei Frantz Fanon
(Udo Wolter, Das obskure Objekt der Begierde – Frantz Fanon und die Fallstricke des Subjekts der Befreiung, Münster 2001)

Vincent von Wroblewsky, Eckart Goebel: Der engagierte Solitär,
Berlin 2001

Vincent von Wroblewsky, M.S. Salomon: Stollbergs Inferno,
Aschaffenburg 2003

Vincent von Wroblewsky, Simone de Beauvoir et Jacques-Laurent Bost. Correspondance croisée 1937-1940, Paris 2004

Vincent von Wroblewsky, Tête-à-tête. The Lives and Loves of
Simone de Beauvoir and Jean-Paul Sartre, New York 2005

Peter Knopp, Alfred Dandyk: Unaufrichtigkeit. Die existentielle
Psychoanalyse im Kontext der Philosophiegeschichte, Würzburg 2002

Peter Knopp, Gerhard Danzer: Merleau-Ponty. Ein Philosoph
auf der Suche nach Sinn, Berlin 2003

Peter Knopp, Cees Nooteboom: Paris, Mai 1968, Frankfurt 2003

Heiner Wittmann, Sartre und Camus: 1943-1952:
Ronald Aronson: Camus & Sartre. Amitié et combat, Paris 2005

Heiner Wittmann, Jean-Paul Sartre: Eine Einführung:
Martin Suhr: Jean-Paul Sartre zur Einführung, Hamburg 2004

Heiner Wittmann, Sartres Theaterstücke. Benedict O‘ Donohoe:
Sartre’s Theater: Acts for Life Modern French Identities, Bern 2005

B. Veranstaltungen der Sartre-Gesellschaft

Michel Contat im Institut Français Berlin

Vortrag von Ulrich Müller-Schöll: Vom Existentialismus zur
Strukturellen Anthropologie im Institut für Philosophie der FU Berlin

Vortrag Rainer E. Zimmermann: Sartres Das Sein und das Nichts
als moderne Poetik im Frankreichzentrum der TU Berlin

IV. Verschiedenes

Zum Tod von Benny Lévy (M. Flügge)

Lothar Baier (1942-11.07.2004) (V. v. Wroblewsky)

Das Sartre Jubiläumsjahr 2005 (P. Knopp)

Korrigierende Nachträge zu den Carnets 2001/2002 (H. Eppenich)

Die Autoren

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