PD Dr. Udo Tietz
Vortrag: Dummheit. Ein Versuch im Anschluß an Sartres Flaubert

Das Institut für Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin und die Sartre Gesellschaft in Deutschland laden ein zu einem Vortrag von PD Dr. Udo Tietz (Humboldt-Universität/Universität Stuttgart)

zum Thema

Dummheit. Ein Versuch im Anschluß an Sartres Flaubert

Freitag, den 12.12.2014; 18 Uhr c.t.

Raum 1.406 in der Dorotheenstrasse 24, Berlin-Mitte

Neu! Carnets Jean-Paul Sartre IV
Sartre – Eine permanente Provokation / Une provocation permanente / A Permanent Provocation. (Carnets Jean-Paul Sartre.)

Betschart, Alfred; Hackel, Manuela; Minot, Marie; Wroblewsky, Vincent von (Hrsg.), Sartre – Eine permanente Provokation / Une provocation permanente / A Permanent Provocation.
Carnets Jean-Paul Sartre – Band 4. Frankfurt/M.; Berlin; Bern; Bruxelles; New York; Oxford; Wien: Peter Lang, 2014. 323 S.
ISBN 978-3-631-65387-6 geb. (Hardcover)
ISBN 978-3-653-04609-0 (eBook)

Carnets Jean-Paul Sartre – Band 4 > Übersicht

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Die deutsche Sartre-Gesellschaft feierte 2013 ihr zwanzigjähriges Bestehen als ordentlich eingetragener, gemeinnützig anerkannter Verein und lud Sartre-Forscher und -Interessierte dazu ein, ihre aktuellen Ergebnisse und Überlegungen vorzustellen. In deutscher Übersetzung erscheint in diesem Band auch Sartres Rede «Die Wasserstoffbombe – Eine Waffe gegen die Geschichte» (1954). Möge Sartre eine Provokation bleiben, im etymologischen Sinne des provocare hervorrufen, herausfordern, oder, in seine Sprache übersetzt, ein Appell, ein Appell an die Freiheit – des Anderen, des Lesers, des Zeitgenossen und auch, wie dieser Band zu belegen hofft, an die Freiheit der Nachgeborenen. Ein Appell, der Zustimmung, auch Ablehnung, seltener jedoch Gleichgültigkeit hervorruft.

Table des matières :

Inhalt: Vincent von Wroblewsky/Wolfgang Weber: 20 Jahre Sartre Gesellschaft in Deutschland

Burkhard Liebsch: Passionierte Freiheit als Gabe? Jean-Paul Sartres Entwürfe für eine Moralphilosophie im kontrolliert-anachronistischen Gegenwartsbezug

Vincent von Wroblewsky: Jean-Paul Sartre, um 1954 – Jean-Paul Sartre: Die Wasserstoffbombe – Eine Waffe gegen die Geschichte (übersetzt von Severin Eckert)

Dorothea Wildenburg: Die «Gabe» bei Jean-Paul Sartre. Unterwerfung, Anerkennung, Solidarität – Alfred Betschart: Sartre und Beauvoir – eine Ethik fürs 21. Jahrhundert

Tatjana Schönwälder-Kuntze: «Verstehen heißt, sich ändern, über sich hinausgehen» – Sartres kritisches Ethos

Thomas Wachtendorf: Zum Verhältnis von Anerkennung und ethischer Motivation

Marie-Andrée Charbonneau : Les annotations de Sartre dans l’Éthique de Spinoza. Pistes d’interprétation –

Adrian van den Hoven: Sartre’s Story «The Wall», His Play The Victors and Kant’s Moral Principle «It Is a Duty to Tell the Truth» in a Philosophical, Literary and Political Context –

Deise Quintiliano : L’esthétique de la mort et de l’amitié dans le projet (auto)biographique sartrien

Manuela Hackel: Der Andere im Selbst. Kierkegaard und Sartre zu einer Abhängigkeit

Alfred Dandyk: Zweideutigkeit und Komplementarität bei Kierkegaard und Sartre –

Noémie Parant : Sartre et le langage du corps – Christine Daigle: Sartre and Beauvoir on Embodiment and Sexuality

Marie Minot : « Je serais comme un baromètre à capucin ». Cut-up aporétique sur l’inconciliabilité entre amour et stoïcisme

Gautier Dassonneville : Cartes postales (#Paris #Houston-Miami #Liège). De la synthèse appropriative de la ville à la découverte des irréalisables

Philippe Petit : Engagements de Sartre. Controverses sur Sartre –

Gilles Hanus : Repenser la révolution. Du dialogue avec Sartre à la critique de la vision politique du monde

Vincent von Wroblewsky: Sartres Engagement – was bleibt?

28. Kunstausstellung mit fotomalerischen Arbeiten von Elena Pogrzeba und mit Handzeichnungen von Wolfgang Weber

Ausstellung: Am 20. Juni 2014 eröffnete das ost-west-forum seine 28. Kunstausstellung mit
fotomalerischen Arbeiten von Elena Pogrzeba und mit Handzeichnungen von Wolfgang Weber.

Wolfgang Weber Handzeichnungen (der menschliche Körper aus philosophischer und soziologischer Sicht)

Elena Pogrzeba Fotomalerische Arbeiten (künstlerische Metaphern zur gesellschaftlichen Gegenwart)
> www.elpog-fotokunst.de

„Kunstgedanken – Zeitgedanken“ 28. Kunstausstellung auf Gut Gödelitz
Eröffnung als Vorprogramm zum Vortrag von Edzard Reuter zu „Europa“

> www.ost-west-forum.de GUT GÖDELITZ e.V.

Vortrag: Burkhard Liebsch, Jean Clam
Die Gabe und passionierte Freiheit

Psychoanalytische Bibliothek Berlin –
Ort für Forschung und Praxis nach Freud und Lacan e.V.

Ort: Hardenbergstr. 9, 10623 Berlin (Nähe U2 Ernst-Reuter-Platz, S Zoologischer Garten, S Savignyplatz)

> www.psybi-berlin.de – Mail: info@psybi-berlin.de – Tel.: 030-95617364 (Bibliothek)

Vorträge von Burkhard Liebsch (Bochum, Sartre Gesellschaft in Deutschland)
und Jean Clam (Berlin)

Moderation: Dominique Janin-Pilz am 3. Mai 2014 – von 18-21 Uhr

Die Gabe und passionierte Freiheit – Vortrag am 3. Mai 2014

In zwei Vorträgen wird die Gabe in ihrer grundlegenden Bedeutung betrachtet.
Burkhard Liebschuntersucht unter dem Titel „Gabe und passionierte Freiheit“ Jean-Paul Sartres Entwürfe für eine Moralphilosophie im kontrolliert-anachro nis ti schen Gegenwartsbezug. Sartre hat unermüdlich eine Leidenschaft der Freiheit verteidigt, die scheinbar auf nichts anderes zurückzuführen und niemand anderem zu verdanken ist. Doch kommt er in seinen Entwürfen für eine Moralphilosophie auch einer passionierten Freiheit auf die Spur, die sich offenbar nur nachträglich zu einer unverfügbaren Vorgabe verhalten kann. Burkhard Liebsch wird dies mit Blick auf die Sozialanthropologie von M. Mauss und die Ethik von E. Lévinas beleuchten.

Jean Clamfragt seinerseits: „Wie archaisch ist geben?“ Für ihn lässt sich das Geben phänomenologisch und daseinsanalytisch als eine Grundstruktur der Intentionalität und als ein Existenzial konstruieren. Sartre geht über Husserl und Heidegger hinaus und bricht in das fundamental-phänomenologische Feld der Alterität und der Alienation hinein. Jean Clam wird das Geben als originären Signifikant in der psychischen Strukturierung und Sexuierung betrachten.
Beitrag € 10 / ermäßigt € 5

FAZ: Jörg Altwegg im Gespräch mit mit Vincent von Wroblewsky über Sartre und Camus

Am 1.11.2013 hat die FAZ ein Interview von Jörg Altwegg mit Vincent von Wroblewsky über Sartre und Camus veröffentlicht: > „Sartre contra Camus „Er bewunderte ihn – und wollte ihn verletzen“

Vgl. dazu: H. Wittmann, Aesthetics in Sartre and Camus. The Challenge of Freedom. Translated by Catherine Atkinson, Reihe Dialoghi/dialogues. Literatur und Kultur Italiens und Frankreichs.
Edited by Dirk Hoeges, vol. 13, > Verlag Peter Lang, Frankfurt, Berlin, Bern u.a., 2009.

Jaspers-Sartre-Tagung – 16.-18. Oktober 2013

Ort: Schloss Klingenthal, 3 rue de l´Eglise, 67530 Bœrsch, Frankreich

Organisation: Jaspers-Stiftung
Ansprechpartner: Anton Hügli
Sartre-Gesellschaft e.V., Ansprechpartner: Manuela Hackel

Vorläufiges Programm Stand. 4. 10. 2013

Mittwoch, 16.10.2013: Anreisetag

17.00 Uhr: Abfahrt des Busses für alle Teilnehmer (innen), die nicht mit dem eigenen Auto anreisen, vom Hauptbahnhof Basel SSB (Busparking MeretOppenheim-Straße)

Teilnehmer(innen), die mit dem Auto anreisen, können erst ab 18.00 Uhr in das
Schloss, das sowohl Tagungs- als auch Unterbringungsort ist.

19.30 Uhr Abendessen

Donnerstag, 17.10.2013

8.30 Uhr Frühstück

9.15-10.00 Uhr
Anton Hügli: „Sartre und Jaspers zur Frage nach der Transzendenz. Ein Aufriss der
grundlegenden Differenzen zwischen Jaspers und Sartre“
15 min Pause
10.15-11.15 Uhr
Rainer Thurnher / Manuela Hackel: „Aufschwung zur Existenz oder nutzlose
Leidenschaft?“

30 min Pause
11.45-12.30 Uhr

Alfred Betschart: „Wissenschaft und Philosophie bei Jaspers und Sartre“

12.30 Uhr Mittagessen
15.00-15.45 Uhr

Philippe Cabestan: „Der Begriff des Verstehens bei Jaspers und Sartre“

15 min Pause
16.00-16.45 Uhr

Olay Csaba: „Die Existenzbegriffe bei Jaspers und Sartre“

30 min Pause
17.15-18.00 Uhr

Dominic Kaegi: „Ontologischer Beweis und Periechontologie. Zur Seinsfrage bei Sartre und Jaspers“

15 min Pause
18.15-19.00 Uhr
Jean-Claude Gens: „Der Begriff der Situation bei Jaspers und Sartre“
19.30 Uhr Abendessen

Freitag, 18.10.2013
8.30 Uhr Frühstück

9.15-10.00 Uhr
Bernd Weidmann: „Autonomie und Engagement. Jaspers und Sartre als Intellektuelle“
15 min Pause

10.15-11.00 Uhr
Thomas Wachtendorf / Nele Röttger „Was uns verbindet. Über Anerkennung, Wahrheit und Pragmatismus“

30 min Pause

11.15-12.00 Uhr
Reinhard Schulz: „Mitverantwortung bei Jaspers und Sartre“

12.30 Uhr Mittagessen

15.00-15.45 Uhr
Cornelia Opatz: „Freiheit, Schuld und Verantwortung bei Jaspers und Sartre aus der
Perspektive von Lévinas“
15 min Pause

16.00-16.45
Sylvia Weiler: „Philosophie als Lebenselixier – Überleben schreiben nach 1945 im
Spannungsfeld des Denkens von Karl Jaspers und Jean Paul Sartre“

30 min Pause
17.15-18.00 Uhr
Vincent von Wroblewsky: „Jaspers, Sartre und die Atombombe“
19.30 Uhr Abendessen

Samstag, 19.10.2013
– Abreisetag –
8.30 Uhr Frühstück
Anschließend um 9.00 Uhr Abreise mit dem Bus zum Hauptbahnhof Basel.

Da die Zahl der Plätze begrenzt ist,
bitten wir um Anmeldung unter manu@hackel.name.

Die Ästhetik des Todes und der Freundschaft im (auto)biografischen Projekt Sartres – L’esthétique de la mort et de l’amitié dans le projet (auto)biographique sartrien

Vortrag und Gespräch mit Deise QUINTILIANO, Professorin an der
Staatsuniversität von Rio de Janeiro, auf französisch mit Übersetzung
Am 15. September 2013, um 15 Uhr, in der PsyBi in der Hardenbergstrasse Nr.
9 (Nähe Ernst-Reuter-Platz)

Eine gemeinsame Veranstaltung der Freud-Lacan und der Sartre-Gesellschaft

Deise Quintiliano untersucht in ihrem Vortrag die Rolle des Todes und den Diskurs der Trauer in der Erinnerung an Freunde in verschiedenen (auto)biografischen Texten Jean-Paul Sartres sowie die Bedeutung der „Rhetorik des Nachrufs“. Dabei stellt sie verschiedene Aspekte der Freundschaft, der asymmetrischen Beziehung zwischen Subjekt und Objekt des Gedenkens, der Erinnerung, des Todes und der Kontingenz in Sartres Philosophie heraus, die auch in psychoanalytischer Hinsicht relevant sind.

Carnets Sartre III: Reisende ohne Fahrschein

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Knopp, Peter / von Wroblewsky, Vincent (Hrsg.) Carnets Jean Paul Sartre, Reisende ohne Fahrschein
Reihe: Jahrbücher der Sartre-Gesellschaft e.V. – Band 3
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2012. 238 S. – ISBN 978-3-631-63872-9 br.
> Bestellen

> Übersicht

Reisende ohne Fahrschein, das heißt ohne Rechtfertigung, ohne Legitimierung. Das ist auch eine Metapher, die Sartres Denken und Leben über eine weite Strecke seiner Existenz begleitete, eine vielsinnige, mehrere Interpretationen erlaubende Metapher, wie dieses Heft zeigt. Es zeigt dies auch in den Aufsätzen, die sich weniger mit den Reisen als mit dem Reisenden und seiner Art, die Welt zu sehen, beschäftigen.

Table des matières :

Marie Minot: Der Reisende ohne Fahrkarte

Alfred Betschart: Sartre und die Sowjetunion – ein Beispiel für Ethik in Situation

Peter Knopp: Erkennende Intuition. Anmerkungen zu einem Werk-Aspekt Sartres

Jens Bonnemann: Zweifel am Gegensatz. Ein Beitrag zum Verhältnis von Sartre und Merleau-Ponty –

Vincent von Wroblewsky: Was wird aus der Freiheit auf Sartres Wegen?

Vincent von Wroblewsky: On n’est point sot tout seul

Sebastian Seidler: Der Blick und das Monströse. Ein Versuch zu Sartre und David Lynchs The Elephant Man –

Sophie Astier-Vezon : L’émotion esthétique picturale : bonheur ou nausée ? –

Rainer E. Zimmermann: Saint Genet and the Dialectics of Identity and Difference

Heiner Wittmann : Appeler un chat un chat. Sartre et les lettres

Cédric Duchêne-Lacroix : Sartre, la clef des champs

Andrea Maier: Das Spiel ist aus.

Carnets Sartre (II): Eine Moral in Situation

sartre-carnets-2-moral-situation > Übersicht

Knopp, Peter / Wroblewsky, Vincent von (Hrsg.)
Carnets Jean-Paul Sartre, Band 2 > Bestellen
Eine Moral in Situation
Frankfurt/M.: Verlag Peter Lang 2008
ISBN 978-3-631-56902-3 br.

> Carnets Sartre – Übersicht

Jean-Paul Sartre hat seine Bemühungen um eine Moralphilosophie nie aufgegeben. Davon zeugen die seit 2005 nun auch im Deutschen vorliegenden Entwürfe für eine Moralphilosophie aus dem Jahre 1948 sowie spätere explizite Versuche. Doch auch sein philosophisches, literarisches und kunstkritisches Werk ist von ethischen Fragen durchzogen. Die Autoren der Artikel und ausführlichen Rezensionen nähern sich der Sartreschen Moral in Situation von verschiedensten Seiten. Dabei werden Themen wie Unaufrichtigkeit, Lüge, Rollenspiel, bürgerliche Heuchelei in ihren differenzierten historischen und sozialen Ausprägungen, Gewalt, aber auch Brüderlichkeit und Solidarität, Freiheit und Verantwortung sowie die Funktion und das Selbstverständnis der Intellektuellen erörtert. Sartre wird in Beziehung zu Dietrich Bonhoeffer, Sören Kierkegaard und zu den Romantikern gebracht – der Blick reicht von Rußland bis Japan.
Inhalt

Aus dem Inhalt:

Manuela Hackel: Unaufrichtigkeit bei Sartre
Alfred Dandyk: Ist Unaufrichtigkeit zynisch?
Vincent von Wroblewsky: Unaufrichtigkeit. Ein Lexikonartikel
Jean-Paul Colin: Sartre et les salauds
Vincent von Wroblewsky : L’homme solitaire, les chefs, la putain et la morale –
Thomas Bedorf: Brüderlichkeit, Solidarität und die Unausweichlichkeit der Gewalt –
Klaus Harms: Freiheit und Verantwortung im Rahmen der Religionskritik bei Jean-Paul Sartre und Dietrich Bonhoeffer
Thomas Gil: J.-P. Sartres Phänomenologie praktischer Widersprüche –
Simone Müller: Jean-Paul Sartres Konzeption von Freiheit und moralischer Verantwortung in der japanischen Nachkriegsliteratur –
Heiner Wittmann: Kunst und Moral –
Natalia Dmitrieva: Die Motive der Mauer und der moralischen Freiheit in den Werken der Romantiker und in der Prosa von Jean-Paul Sartre Ende der dreißiger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts –
Christian H. Sötemann: Elemente der Ontik in Sartres Das Sein und das Nichts –
Peter Knopp: Eine Existenzphilosophin in der DDR. Über Liselotte Richter –
Rainer E. Zimmermann: Sartre steht im Raum –
Vincent von Wroblewsky: Einige Gedanken zur Übersetzung –
Jan Oppermann: Erfüllung in der Selbstaufhebung – Jean-Paul Sartres Konzept des Intellektuellen.

Carnets Jean-Paul Sartre (I): Der Lauf des Bösen

jahrbuch-1-lauf-boesenCarnets Jean-Paul Sartre > Carnets Jean-Paul Sartre Übersicht
Der Lauf des Bösen
Herausgegeben von Peter Knopp und Vincent von Wroblewsky
Peter Lang Verlag Frankfurt/M. 2006. ISBN 3-631-55050-2 – EUR 29.80

Die Sartre Gesellschaft nahm das Erscheinen von Sartres Drama Der Teufel und der liebe Gott vor gut fünfzig Jahren zum Anlass, das aus der religiösen Tradition ins Politische verschobene Kategorienpaar gut-böse in seinen aktuellen moralischen und ethischen Dimensionen zu befragen.

Von der Breite und Vielfalt dieses Themas zeugen die hier veröffentlichten Tagungsbeiträge. Aufsätze und Rezensionen erweitern die Erkundungen um philosophische, literarische und ideengeschichtliche Bezüge, die unter Beweis stellen, dass das Sartresche Werk ein unversiegbarer Quell geistiger Anregungen auch für unsere Zeit geblieben ist.

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Editorial

I. Aufsätze

Friedrich Tomberg
Wieso böse? Zur Problematik der Verschiebung eines Begriffs
der religiösen Tradition in die Politik

Andreas Nachama
Menschen sind keine Engel.
Entscheidungsfreiheit zwischen Gut und Böse

Gerburg Treusch-Dieter
Die Frauen, die Macht und das Böse

Susan Neiman
Kommt es auf die Absichten an?

Peter Knopp
Sartre und Kierkegaard: eine zeitverschobene Parallelaktion?

Joseph Jurt
Die Konzeption der Literatur nach Sartre und Bourdieu

Ulrich Müller-Schöll
Sartres antihumanistischer Humanismus

Bernhard Hunger
Le passé, j’essaie en vain de le rejoindre
Sartres Kritik am Historismus in La Nausée

Rainer E. Zimmermann
Sartres Das Sein und das Nichts als moderne Poetik
Zur Neubegründung eines Begriffs

Isabelle Grell
L’invention de deux femmes des Chemins de la liberté

Vincent von Wroblewsky
Zu Lebens- und Weltentwürfen bei Sartre und Houellebecq

II. Dokumente

Begegnungen mit Sartre und seinem Werk
Erinnerungen an Lektüren, Aufführungen, Diskussionen

Gesine Bey, Meine erste Sartre-Lektüre
Céline Enders, Ma première rencontre avec Sartre
Wolfgang Weber, Meine Begegnung mit Sartre und seinem Werk
Vincent von Wroblewsky, Wiederkehrende Kindheit
Peter Knopp, Der Schrecken
Ulrich Müller-Schöll, Existenz, Urteil, Liebe

III. Berichte über Bücher und Veranstaltungen

A. Rezensionen 227

Heinz Eppenich, Jean- Paul Sartre und die Geschichte von
CAP ANAMUR. (R. Neudeck: Die Menschenretter von Cap Anamur,
München 2002) 227

Heinz Eppenich, Zu Günther Sterns Einfluss auf die Entstehung
von Sartres Existentialismus und zur Aktualität des Denkens
von Günther Anders
(Konrad Paul Liessmann, Günther Anders – Philosophieren im
Zeitalter der technologischen Revolutionen, München 2002)

Heinz Eppenich, Notizen aus dem Nachlass eines buddhistischen
Mönchs (Nyanamoli, Gedankenboote, Stammbach 2003)

Heinz Eppenich, Gewalt und Subjekt der Befreiung bei Frantz Fanon
(Udo Wolter, Das obskure Objekt der Begierde – Frantz Fanon und die Fallstricke des Subjekts der Befreiung, Münster 2001)

Vincent von Wroblewsky, Eckart Goebel: Der engagierte Solitär,
Berlin 2001

Vincent von Wroblewsky, M.S. Salomon: Stollbergs Inferno,
Aschaffenburg 2003

Vincent von Wroblewsky, Simone de Beauvoir et Jacques-Laurent Bost. Correspondance croisée 1937-1940, Paris 2004

Vincent von Wroblewsky, Tête-à-tête. The Lives and Loves of
Simone de Beauvoir and Jean-Paul Sartre, New York 2005

Peter Knopp, Alfred Dandyk: Unaufrichtigkeit. Die existentielle
Psychoanalyse im Kontext der Philosophiegeschichte, Würzburg 2002

Peter Knopp, Gerhard Danzer: Merleau-Ponty. Ein Philosoph
auf der Suche nach Sinn, Berlin 2003

Peter Knopp, Cees Nooteboom: Paris, Mai 1968, Frankfurt 2003

Heiner Wittmann, Sartre und Camus: 1943-1952:
Ronald Aronson: Camus & Sartre. Amitié et combat, Paris 2005

Heiner Wittmann, Jean-Paul Sartre: Eine Einführung:
Martin Suhr: Jean-Paul Sartre zur Einführung, Hamburg 2004

Heiner Wittmann, Sartres Theaterstücke. Benedict O‘ Donohoe:
Sartre’s Theater: Acts for Life Modern French Identities, Bern 2005

B. Veranstaltungen der Sartre-Gesellschaft

Michel Contat im Institut Français Berlin

Vortrag von Ulrich Müller-Schöll: Vom Existentialismus zur
Strukturellen Anthropologie im Institut für Philosophie der FU Berlin

Vortrag Rainer E. Zimmermann: Sartres Das Sein und das Nichts
als moderne Poetik im Frankreichzentrum der TU Berlin

IV. Verschiedenes

Zum Tod von Benny Lévy (M. Flügge)

Lothar Baier (1942-11.07.2004) (V. v. Wroblewsky)

Das Sartre Jubiläumsjahr 2005 (P. Knopp)

Korrigierende Nachträge zu den Carnets 2001/2002 (H. Eppenich)

Die Autoren

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