Leben heißt Bedeutung hervorbringen.“ – Sartres Existenzielle Psychoanalyse als Beitrag für eine Konzeptualisierung von Salutogenese
Von Ottomar Bahrs: Warum Sartre? Sich mit Bezug auf Gesundheit ausgerechnet auf Sartre (1905 – 1980) zu beziehen, mag verwundern: Er ist weder als Arzt noch als Gesundheitswissenschaftler bekannt geworden, sondern als politisch engagierter Philosoph und Schriftsteller. Er war eine zentrale Figur des französischen Existenzialismus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg und im öffentlichen Bewusstsein wesentlicher Gegenspieler von Präsident Charles de Gaulle (Lévy, 2005). Im Sinne vorherrschender Vorstellungen von gesundheitsbewusstem Verhalten gilt er hingegen eher als Herausforderer denn als Modell:…

